Baukredite
Der Unterschied zwischen Baukredite und anderen Krediten liegt darin, dass es ich bei dem Baukredit um einen gebundenen Kredit handelt, denn er dient einem bestimmten Vorhaben, in diesem Fall ist es der Bau einer Immobilie. Ein weiterer Unterschied besteht in der Auszahlung. In der Regel kommen Baukredite erst dann zur Auszahlung, wenn der Kreditnehmer eine Auflassungsvormerkung vorlegen kann, diese wird im Grundbuch eingetragen. Das heißt, der Kreditnehmer muss sich rechtlich absichern, dass er eine sichere Option auf die bezeichnete Immobilie besitzt. Erst nach Erledigung dieser Formalitäten, werden Baukredite ausgezahlt und die Grundschuld oder auch Hypothek ins Grundbuch eingetragen. Als Sicherheit für die Baukredite dient im allgemeinen die Immobilie. Sollte der Kreditnehmer zahlungsunfähig werden, kann der Kreditgeber die Immobilie versteigern.
Auch ist es bei einem Baukredit so, das er nicht in voller Höhe des Wertes der Immobilie ausgezahlt wird, sondern nur im Bereich der Beleihungsgrenze, die meist bei 60-80% des Immobilienwertes liegt. Die Zinssätze für Baukredite können in der Regel von fünf bis zu 15 Jahren festgeschrieben werden. Zur Tilgung des Baukredites können verschiedene Vereinbarungen getroffen werden. Der Kreditnehmer sollte jedoch darauf achten, dass die monatlichen Tilgungsraten so angelegt sind, dass für die Fixkosten, wie Heizung, Strom, Abwassergebühren usw. und natürlich auch für seinen Lebensunterhalt gesorgt ist. Zudem muss für einen Baukredit nicht unbedingt die Hausbank infrage kommen, sondern hier lohnt sich ein Vergleich der einzelnen Anbieter. Baukredite sollten so flexibel gestaltet sein, dass sowohl Sonderleistungen, als auch eine vorzeitige Ableistung möglich ist. Sehr von Vorteil ist auch eine Umschichtung der monatlichen Tilgungsraten, sodass ein finanzieller Engpass nicht in den Ruin führen kann oder zu einer Zwangsversteigerung.